djoNRW 2017-07-15T15:29:33+00:00

das junge orchester NRW

Seit über 30 Jahren bietet das junge orchester NRW (djoNRW) begabten Schülern, Studenten und jungen Berufstätigen die Möglichkeit zum Zusammenspiel in einer hochqualifizierten Orchesterbesetzung. Es wird von seinem Gründer, dem Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl, dirigiert.

Von Anfang an war es den Orchestermitgliedern wichtig, dass das junge orchester NRW keinerlei Institution untersteht. Es fühlt sich zwar dem Rhein/Ruhrgebiet verbunden, nicht aber einer einzelnen Stadt. Es ist eine freie Gemeinschaft von Menschen, die der Wunsch verbindet, in vielfaltiger Weise zu musizieren – Schüler, Laien- und Profimusiker gleichberechtigt nebeneinander. Das Bestreben, sich sowohl bekannten als auch selten gespielten Werken (vor allem denen des 20. und 21. Jahrhunderts) zu widmen, hat sich über die letzten Jahre bewährt. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Chor der Universität Witten/Herdecke sowie weiteren Chören in NRW und Solisten unterschiedlicher Nationen, ermöglicht es dem jungen orchester NRW nun schon seit vielen Jahren, sein Repertoire um große Oratorien beständig zu erweitern.

Vor allem das sinfonische Repertoire der Romantik und Spätromantik ist zum Markenzeichen des Orchesters geworden, so dass die großen Sinfonien von Gustav Mahler, Johannes Brahms, Antonin Dvorák, Anton Bruckner, Pjotr Tschaikowski, Dmitri Schostakowitsch und anderen in spannenden Kombinationen der Programmzusammenstellung neben selten gehörten Werken präsentiert werden.

Zahlreiche Solisten nutzten bereits mehrfach die Möglichkeit, mit dem jungen orchester NRW aufzutreten. Hierzu zählten in den letzten Jahren vor allem der Pianist Carl Wolf aus der Meisterklasse Krystian Zimermans, die Geigerinnen Annette Walther (Mitglied des Signum Quartetts), Pia Grutschus und Kathy Kang, Meisterschülerin an der Manhattan School of Music bei Pinchas Zukerman.

Im Jahr 2008 veranstaltete das junge orchester NRW in Zusammenarbeit mit dem Ensemble musikFabrik und den Duisburger Philharmonikern eine Akademie zur Uraufführung zweier Werke von Gerhard Stäbler und Kunsu Shim beim WDR Musikfest, die einhellig von Publikum und Fachpresse gelobt wurden und landesweit in den Rundfunkmedien zu hören waren.

Im Bereich der Kinderkonzerte wurde nach dem großen Erfolg von „Der selbstsüchtige Riese“ von Stefan Heucke in 2006 im Herbst 2010 das musikalische Märchen „Der Mistkäfer“ von Andreas N. Tarkmann in der Philharmonie Essen aufgeführt. Dem Konzert folgte im Februar 2012 eine weitere Kooperation im Rahmen eines Familienkonzerts unter dem Titel „1 A Klassik“, welches von Juri Tetzlaff moderiert wurde.

2010 feierte das Orchester unter der Schirmherrschaft Dr. Fritz Pleitgens und der RUHR.2010 Kulturhauptstadt Europas sein 25-jähriges Bestehen. Neben großen Jubiläumskonzerten unter anderem in der Philharmonie Essen, gestaltete das junge orchester NRW den Orchesterpart bei der Uraufführung des Pop-Oratoriums „Die 10 Gebote“ von Dieter Falk und Michael Kunze, gemeinsam mit mehr als 2500 Chorsängern, vielen Solisten und zwei ausverkauften Aufführungen in der Dortmunder Westfalenhalle. An diese Uraufführung schlossen sich weitere Aufführungen in ganz Deutschland an.

2011 bestritt das junge orchester NRW den Orchesterpart zweier großer Benefiz-Galas: Die „1. KiS-Charity-Gala“ in Düsseldorf und die 6. „Hope-Gala“ im Schauspielhaus Dresden. Auch 2012 war das Orchester wieder bei der 7. „Hope-Gala“ in Dresden zu Gast.

2014 präsentierte das Orchester zwei große Projekte mit Werken von amerikanischen, russischen und deutschen Komponisten: Im Januar 2014 trat das junge orchester NRW wieder gemeinsam mit dem Pianisten Carl Wolf auf und führte das virtuose „Konzert für Klavier und Orchester F-Dur“ von George Gershwin auf. Umrahmt wurde das Konzert von Leonard Bernsteins mitreißender Ouvertüre zur Oper „Candide“ und der 5. Symphonie e-Moll von Peter I. Tschaikowsky. Die Aufführung der monumentalen „Alpensinfonie“ von Richard Strauss im Mai 2014 bedeutete einen Höhepunkt in der Geschichte des jungen orchesters NRW. Das Werk stellt mit seiner riesigen Besetzung höchste Ansprüche an das Orchester. Eingeleitet wurde das Konzert, passend zum Motto „Naturgewalten“, mit der „Nacht auf dem kahlen Berge“ von Modest Mussorgski und Sergei Rachmaninows symphonischer Dichtung „Die Toteninsel“.

2015 feierte das junge orchester NRW sein 30. Orchesterjubiläum. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres stand Gustav Mahlers 6. Symphonie auf dem Programm, bevor dann im Sommer verbunden mit einem großen Chorprojekt die Aufführungen der 9. Symphonie Ludwig van Beethovens die Höhepunkte des Jubiläumsjahres folgten. Die beiden Jubiläumskonzerte standen unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Landes NRW Hannelore Kraft.